Lohnsteuer 2014

Aktuelles zur Lohnsteuer 2014 mit Informationen zur Elektronischen Lohnsteuerkarte 2014

Die Lohnsteuer 2014 mit der Lohnsteuertabelle 2014 ist in Deutschland keine eigene Steuer, sondern eine besondere Form der Einkommensteuer, weshalb die Lohnsteuer 2014 mit der Lohnsteuertabelle 2014 auch durch das Einkommensteuergesetz (EStG) geregelt ist.

Es gibt allerdings eine die Lohnsteuer 2014 betreffende Ergänzung zum Einkommensteuergesetz, die sogenannte Lohnsteuer-Durchführungsverordnung. In dieser zusätzlichen Verordnung finden sich weitere Rechtsvorschriften bezüglich der Lohnsteuer 2014. Hinzu kommen noch einige Lohnsteuer-Richtlinien, die bei strittigen Fragen ebenfalls zurate gezogen werden.

Die Lohnsteuer 2014 – als Teil der Einkommensteuer – wird als so genannte Quellensteuer erhoben. Dies bedeutet, dass die Lohnsteuer 2014 – im Sinne einer Lohnsteuervorauszahlung – direkt von der Einkommensquelle, dem Lohn bzw. Gehalt, durch den Arbeitgeber des zur Zahlung der Lohnsteuer 2014 Verpflichteten einbehalten wird. Der Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, den einbehaltenen Betrag der Lohnsteuer 2014 an das Finanzamt, an dessen Ort der Lohnsteuerpflichtige seinen Wohnsitz gemeldet hat, abzuführen.

Die Höhe der vom Arbeitgeber einzubehaltenden monatlichen Vorauszahlung auf die Lohnsteuer 2014 bemisst sich nach der monatlichen Lohn- bzw. Gehaltshöhe sowie der Lohnsteuerklasse des Lohnsteuerpflichtigen. Der Betrag der Lohnsteuer 2014 kann hilfsweise der Lohnsteuertabelle 2014 (Monatstabelle) entnommen werden. 

Die Umsatzsteuer und Mehrwertsteuer steht in keinem sachlichen Zusammenhang zur Lohnsteuer und muss daher bei der Berechnung nicht berücksichtigt werden.

Elektronische Lohnsteuerkarte 2014 für die Lohnsteuer 2014

Auf der Elektronischen Lohnsteuerkarte 2014 sind sämtliche für die Bemessung der Lohnsteuer 2014 relevanten Daten des Lohnsteuerpflichtigen eingetragen, d.h. neben seinem Wohnsitz, insbesondere sein Geburtsdatum, das zuständige Finanzamt, die Steuerklasse, die Konfession, die Zahl der Kinder sowie etwaige zusätzlich beantragte Freibeträge.

Bislang wurde die Elektronischen Lohnsteuerkarte 2014 dem Lohnsteuerpflichtigen als Pappkarte ausgehändigt. Zukünftig wird die Ausstellung einer Elektronischen Lohnsteuerkarte 2014 entfallen und statt dessen auf ein elektronisches Lohnsteuer“karten“verfahren umgestellt, so dass jedem Arbeitgeber die für die Ermittlung der Lohnsteuer 2014 relevanten Daten direkt durch das Finanzamt übermittelt werden.

Elektronische Lohnsteuerkarte 2014

Damit der Arbeitgeber berechnen kann, wie hoch die Lohnsteuer 2014 eines jeden Arbeitnehmers ist, musste jeder Arbeitnehmer bisher zu Beginn jeden Kalenderjahres eine Elektronische Lohnsteuerkarte 2014 einreichen, aus der die für die Berechnung relevanten Daten ersichtlich sind. Wird keine Elektronische Lohnsteuerkarte 2014 vorgelegt, berechnet der Arbeitgeber die Höhe der Lohnsteuer 2014 ohne Berücksichtigung von Freibeträgen. Dies entspricht einer Besteuerung nach Steuerklasse VI. Darum musste jeder Arbeitnehmer bei erster Aufnahme einer Tätigkeit eine Elektronische Lohnsteuerkarte bei der Gemeinde seines Wohnortes beantragen. Bis Ende 2010 wurde eine Elektronische Lohnsteuerkarte in Papierform ausgestellt und den Arbeitnehmern jeweils zum Ende des Jahres per Post zugeschickt.

Ab 2014 werden die Elektronische Lohnsteuerkarten 2014 durch ein elektronisches Verfahren, das papierlos arbeitet, ersetzt. Dazu muss ein Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber seine persönliche Steuer-Identifikationsnummer sowie sein Geburtsdatum mitteilen. Der Arbeitgeber kann daraufhin alle Daten, die er über den Arbeitnehmer zur Berechnung der jeweiligen Lohnsteuer 2014 benötigt, beim Bundeszentralamt für Steuern per Datenfernübertragung abrufen. 

Elektronische Lohnsteuerkarte 2014

Durch die Elektronische Lohnsteuerkarte 2014 wird der gesamte Prozess im Lohnsteuerabzugsverfahren zwischen Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Finanzamt und den Meldebehörden erheblich einfacher. Das papierlose Verfahren macht die jährliche Vorlage einer neuen Elektronische Lohnsteuerkarte 2014 beim Arbeitgeber nicht mehr nötig. Auch wird künftig beispielsweise der Kinderfreibetrag nach Geburt eines Kindes oder bei einer Heirat die Änderung der Lohnsteuerklassen auf IV/IV automatisch beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt.

Wie funktioniert das Verfahren mit der Elektronische Lohnsteuerkarte 2014

Künftig muss der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber mit Beginn einer neuen Beschäftigung nur noch einmalig das Geburtsdatum und die steuerliche Identifikationsnummer (IdNr.) angeben und ihm mitteilen, ob es sich um das Haupt- oder um ein Nebenarbeitsverhältnis handelt. Mit diesen Informationen kann der Arbeitgeber nun die benötigten ELStAM für den Lohnsteuerabzug elektronisch bei der zuständigen Finanzverwaltung abrufen.

Im neuen Verfahren ist ausschließlich das Finanzamt für Ihre Lohnsteuerabzugsmerkmale zuständig (z. B. Berücksichtigung von Kinderfreibeträgen, Steuerklassenwechseln und anderen Freibeträgen).

Was wird gespeichert auf der Elektronische Lohnsteuerkarte 2014

Welche persönlichen Daten auf der Elektronische Lohnsteuerkarte 2014 gespeichert sind und welcher Arbeitgeber diese in den letzten zwei Jahren abgerufen hat, können Sie zukünftig über das ElsterOnline-Portal Rubrik Arbeitnehmer einsehen. Dazu ist eine Authentifizierung unter Verwendung der IdNr. im ElsterOnline-Portal notwendig. Darüber hinaus ist das zuständige Finanzamt Ansprechpartner für Auskünfte.

Nur wenn die Lohnsteuer 2014 , die der Arbeitgeber für alle Arbeitnehmer zusammen abführen muss, weniger als 1.000,00 Euro beträgt, genügt auch eine jährliche Zahlung an das Finanzamt. Liegt dagegen der Gesamtbetrag der Lohnsteuer 2014 aller Arbeitnehmer eines Betriebes zwischen 1.000,00 Euro und 4.000,00 Euro, kann die Lohnsteuer 2014 auch vierteljährlich an das Finanzamt abgeführt werden. Neben der Lohnsteuer 2014 muss der Arbeitgeber außerdem die Kirchensteuer und den Solidaritätszuschlag für alle Arbeitnehmer berechnen und diese Beträge ebenfalls an das zuständige Finanzamt überweisen.

Es muss aber keine detaillierte Auflistung zu der Anzahl der Beschäftigten oder zu deren Verdienst erfolgen. Es reicht aus, wenn der Arbeitgeber dem zuständigen Finanzamt eine Lohnsteuer-Anmeldung 2014 einreicht, in der der Gesamtbetrag der Lohnsteuer 2014 angegeben wird. Diese Lohnsteuer-Anmeldung 2014 erfolgt seit dem Jahr 2005 ausschließlich durch elektronische Übermittlung mittels des Steuerprogramms Elster.

Lohnsteuer 2014 und die zuständige Lohnsteuertabelle 2014

Die Lohnsteuer 2014 entsprechend der Lohnsteuertabelle 2014 wird in Deutschland immer vom Arbeitgeber direkt vom Arbeitslohn der Arbeitnehmer einbehalten. Man spricht daher auch von einer Quellensteuer. Gleichzeitig ist es eine direkte Steuer, weil der Arbeitnehmer als Schuldner der Lohnsteuer 2014 gilt. Sie wird aber durch den Arbeitgeber berechnet und vom Gehalt des nicht selbstständigen Arbeitnehmers einbehalten.

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, bei jeder Lohnzahlung oder Gehaltszahlung die Lohnsteuer 2014 zu berechnen, vom Bruttolohn abzuziehen und an das Finanzamt weiterzuleiten, auch dann, wenn der Arbeitnehmer nicht zur Einkommensteuer 2014 veranlagt wird. Der Arbeitgeber ist außerdem verpflichtet, die eingehaltene Lohnsteuer 2014 aller Arbeitnehmer bis zum zehnten Tag des Monats an das Finanzamt abzuführen, das für seine Betriebsstätte zuständig ist.

Lohnsteuertabelle 2014 und Steuertabelle 2014

Soweit der Arbeitgeber im Rahmen der Gehaltsabrechnung kein automatisiertes Verfahren zur Berechnung der Lohnsteuer 2014 einsetzt, kann er die Lohnsteuer 2014 anhand so genannter Lohnsteuertabellen 2014 ermitteln, die im Fachhandel jährlich neu erworben werden können.

Die Lohnsteuertabelle 2014 (Monatslohnsteuertabelle) errechnet bzw. dokumentiert, in welcher Höhe der Arbeitgeber vom monatlichen Lohn bzw. Gehalt eines Arbeiters bzw. Arbeitnehmers unter Berücksichtigung der gesetzlich festgelegten Einkommensteuertarife sowie der einzelnen Lohnsteuerklassen Lohnsteuer 2014, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer einzubehalten hat.

Dabei wird die Steuertabelle 2014 in zwei Ausprägungen errechnet, der so genannten Allgemeinen Tabelle, die für rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer anzuwenden ist, bei der die Effekte aus der Vorsorgepauschale bereits in den monatlichen Betrag der abzuführenden Lohnsteuer 2014 eingerechnet sind. Die so genannte Besondere Tabelle findet Anwendung für Nicht-Rentenversicherungspflichtige wie z. B. Beamte oder Gesellschafter-Geschäftsführer, Rentner.

Zudem wird die Lohnsteuertabelle 2014 in Form einer Jahrestabelle errechnet und dokumentiert, so dass der Lohnsteuerpflichtige die auf Basis seines Jahresbruttolohns/-gehalts sich ergebende, tatsächlich zu leistende Lohnsteuer 2014 ablesen und mit der Summe der von seinem Arbeitgeber abgeführten Lohnsteuerbeträge vergleichen kann.

Voraussetzungen zur Veranlagung der Lohnsteuer 2014 bei Arbeitnehmern

Bei Arbeitnehmern, bei denen Lohnsteuer 2014 entsprechend der Lohnsteuertabelle 2014 einzubehalten ist, wird eine Veranlagung nur unter bestimmten Voraussetzungen durchgeführt, u.a. wenn

-die positive Summe der einkommensteuerpflichtigen Einkünfte, die nicht dem Lohnsteuerabzug zu unterwerfen sind oder die positive Summe der Einkünfte und Leistungen, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen, jeweils mehr als 410 Euro beträgt,
-auf der Elektronische Lohnsteuerkarte 2014 ein Freibetrag eingetragen worden ist,
-der Arbeitnehmer nebeneinander von mehreren Arbeitgebern Arbeitslohn bezogen hat,
-von Ehegatten, die zusammen zur Einkommensteuer zu veranlagen sind, beide Arbeitslohn bezogen haben und einer für den Veranlagungszeitraum oder einen Teil davon nach der Steuerklasse V oder VI besteuert worden ist,
-die Veranlagung beantragt wird, insbesondere zur Anrechnung von Lohnsteuer 2014 und Kapitalertragsteuer (Zinsabschlag) auf die Einkommensteuer,
-einer der Ehegatten die getrennte Veranlagung beantragt oder beide Ehegatten für das Jahr der Eheschließung die besondere Veranlagung beantragen,
-beim Lohnsteuerabzug die Progressionsmilderung des § 34 EStG berücksichtigt worden ist.

Welche Angaben benötige ich für die Berechnung der Lohnsteuer 2014

Zu den für die Berechnung der Lohnsteuer 2014 benötigten Daten gehören die Steuerklasse des Arbeitnehmers, die Zahl der Kinderfreibeträge für Kinder unter 18 Jahren und die Religionszugehörigkeit des Arbeitnehmers. Auch Pauschbeträge für Behinderte oder für Hinterbliebene werden auf der Elektronische Lohnsteuerkarte 2014 eingetragen, sofern sie für die Berechnung der Lohnsteuer 2014 relevant sind.

Durch die Umstellung auf das papierlose Verfahren sind auch nicht mehr die Gemeinden für die Ausstellung der Elektronische Lohnsteuerkarten 2014 oder für Änderungen an der Steuerklasse, der Religionszugehörigkeit oder des Namens zuständig, sondern das zuständige Finanzamt. Dieses nimmt ab 2011 alle Änderungen an der Steuerklasse, an der Religionszugehörigkeit, am Namen, an der Anzahl der eingetragenen Kinder oder an der Adresse vor und trägt Freibeträge oder Hinzurechnungsbeträge auf der Elektronische Lohnsteuerkarte 2014 ein.

Lohnsteuer 2014 und die Steuerklassen

Um die Berechnung der Lohnsteuer 2014 zu vereinfachen, gibt es sechs verschiedene Steuerklassen 2014 für die Steuererklärung. Aus den unterschiedlichen Steuerklassen kann der Arbeitgeber ersehen, ob er für den Arbeitnehmer den Einkommensteuer-Grundtarif berechnen muss oder ob das Splittingverfahren anzuwenden ist. Außerdem liegen den verschiedenen Steuerklassen unterschiedliche Freibeträge und Pauschbeträge zugrunde, die zu einer Entlastung der Steuerzahler führen.

Es handelt sich dabei um den Arbeitnehmer- Pauschbetrag von 920 Euro oder den Pauschbetrag bei Versorgungsbezügen von 102 Euro (Steuerklassen I bis V), den Pauschbetrag für Sonderausgaben von 36 Euro (Steuerklassen I, II, IV) und von 72 Euro (Steuerklasse III), die Vorsorgepauschale, begrenzt durch vom Familienstand und der Rentenversicherungspflicht abhängige Höchstbeträge (Steuerklassen I bis IV) und den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende ab 2004 von 1.308 Euro jährlich (Steuerklasse II). Weitere Informationen erhalten Sie mit dem Steuerklassenrechner.

Zu Steuerklasse I gehören ledige, geschiedene oder verwitwete Arbeitnehmer, in Steuerklasse II werden alle ledigen, geschiedenen oder verwitweten Arbeitnehmer eingruppiert, denen ein Entlastungsbetrag für Alleinerziehende zusteht. Steuerklasse III besteht aus verheiratetet Arbeitnehmern sowie Witwern und Witwen im Kalenderjahr, das dem Todesjahr folgt.

Wenn beide Ehepartner sich in einer nicht selbstständigen Beschäftigung befinden, werden sie entweder beide in Steuerklasse IV eingruppiert oder aber ein Ehepartner befindet sich in Steuerklasse III und der andere Ehepartner in Steuerklasse V. Zu Steuerklasse VI gehören alle Arbeitnehmer, die mehre Arbeitgeber haben, und zwar mit ihren zweiten und weiteren Elektronische Lohnsteuerkarten 2014.

Lohnsteuerjahresausgleich 2014

Im Laufe des Kalenderjahres zu viel erhobene Lohnsteuer 2014 wird dem Arbeitnehmer nach Ablauf des Jahres erstattet. Das geschieht im Wege des Lohnsteuer-Jahresausgleichs 2014, den der Arbeitgeber in bestimmten Fällen durchzuführen hat, und/oder durch eine Antragsveranlagung (z.B. zur nachträglichen Geltendmachung von Steuerermäßigungen). In bestimmten Fällen ist auch für Arbeitnehmer zur Feststellung der Jahressteuerschuld eine Veranlagung zur Einkommensteuer zwingend vorgeschrieben, vgl. hierzu die Darstellungen unter „Einkommensteuer“ und „Voraussetzungen zur Veranlagung bei Arbeitnehmern, bei denen Lohnsteuer 2014 einzubehalten ist“. Bei der Veranlagung zur Einkommensteuer werden ebenfalls etwa zu viel einbehaltene Steuern erstattet, aber auch etwa zu wenig erhobene Steuern nachgefordert.

Lohnsteuer 2014 in der deutschen Finanzverwaltung

Die eingenommene Lohnsteuer stellt einen wichtigen Teil der Einnahmen von Bund und Ländern dar. Die Finanzverwaltungen der Bundesländer kontrollieren das Einbehalten und das Abführen der Lohnsteuer 2014 durch die Arbeitgeber. Anschließend wird die eingenommene Lohnsteuer zu 42,5 % an den Bund weitergegeben, weitere 42,5 % erhalten die Länder und die restlichen 15 % erhalten die Gemeinden.

Wie Sie durch Freibeträge Lohnsteuer in 2014 sparen

Durch die Bildung eines Freibetrags als ELStAM ermäßigt sich die Lohnsteuer 2014, die der Arbeitgeber von Ihrem Arbeitslohn einbehalten muss. Freibeträge können Sie beim Finanzamt beantragen, wenn Sie bestimmte Aufwendungen haben oder Ihnen Pauschbeträge zustehen. Ein erstmaliger Freibetrag für 2014 wird nicht in allen Fällen gebildet, in denen steuerlich zu berücksichtigende Aufwendungen vorliegen. Im Einzelnen gilt Folgendes:

Für Vorsorgeaufwendungen 2014 kann kein Freibetrag als ELStAM gebildet werden. Vorsorgeaufwendungen werden bereits bei der Berechnung der Lohnsteuer 2014 durch eine Vorsorgepauschale im Rahmen bestimmter Höchstbeträge berücksichtigt. Wenn Ihnen höhere Aufwendungen entstehen, die im Rahmen der hierfür geltenden Sonderausgaben-Höchstbeträge abzugsfähig sind, können Sie diese bei einer Veranlagung zur Einkommensteuer geltend machen. Für Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge werden als Mindestvorsorgepauschale 12 % des Arbeitslohns, höchstens 1.900 Euro (3.000 Euro in der Steuerklasse III), berücksichtigt. Im Übrigen entspricht die Vorsorgepauschale bei sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern grundsätzlich der Summe aus den Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen (Arbeitnehmeranteil ohne Beitragsteile für das Krankengeld) sowie dem abziehbaren Teil der Rentenversicherungsbeiträge.

Lohnsteuer 2014 und die Private Krankenversicherung

Versicherte Arbeitnehmer in der Privaten Krankenversicherung können ihrem Arbeitgeber die Höhe der Beiträge zur Kranken und Pflege-Pflichtversicherung (auch für Kinder und den nicht erwerbstätigen Ehegatten) zur Berücksichtigung beim Lohnsteuerabzug 2014 durch Vorlage einer Bescheinigung nachweisen. Das ist aber nur zu erwägen, wenn entweder Ihre Beiträge die Höchstbeträge der Mindestvorsorgepauschale übersteigen oder Ihr Jahresarbeitslohn 15.834 Euro (in Steuerklasse III 25.000 Euro) unterschreitet und zugleich Ihre Aufwendungen höher als die arbeitslohnabhängige Mindestvorsorgepauschale sind. Die dem Arbeitgeber bis zum 31. März 2011 mitgeteilten Beiträge über die voraussichtlichen privaten Basiskranken- und Pflege-Pflichtversicherungsbeiträge des Kalenderjahres 2010 werden auch im Rahmen des Lohnsteuerabzugs 2014 weiter berücksichtigt, wenn keine neue Beitragsmitteilung erfolgt. Für den in 2014 vorzunehmenden Lohnsteuerabzug kann der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber aber auch eine Beitragsbescheinigung des Versicherungsunternehmens vorlegen, die

-die voraussichtlichen privaten Basiskranken- und Pflege-Pflichtversicherungsbeiträge des Kalenderjahres 2011 enthält, wenn eine Mitteilung an den Arbeitgeber bis zum 31. März 2014 erfolgt,
-die voraussichtlichen privaten Basiskranken- und Pflege-Pflichtversicherungsbeiträge des Kalenderjahres 2014 enthält oder
-die vom Versicherungsunternehmen an die Finanzverwaltung übermittelten Daten zur Kranken- und Pflegeversicherung für das Kalenderjahr 2012 enthält.

Vorsorgepauschale in der Lohnsteuer 2014

Übersteigt die Lohnsteuer 2014 berücksichtigte Vorsorgepauschale die als Sonderausgaben im Rahmen der Höchstbeträge abziehbaren tatsächlichen Vorsorgeaufwendungen, sind Sie grds. zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet; diese Verpflichtung besteht aber nur, wenn die Arbeitslohngrenzen von 10.200 Euro bei der Einzelveranlagung oder von 19.400 Euro bei der Zusammenveranlagung überschritten werden.

Ein Freibetrag 2014 für erhöhte Werbungskosten, erhöhte Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen kann nur dann gebildet werden, wenn die Aufwendungen bzw. die abziehbaren Beträge insgesamt eine Antragsgrenze von 600 Euro überschreiten. Für die Feststellung, ob die Antragsgrenze überschritten wird, dürfen die Werbungskosten nicht in voller Höhe, sondern nur mit dem Betrag angesetzt werden, der den Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.000 Euro oder den Pauschbetrag bei Versorgungsbezügen von 102 Euro übersteigt. Verheiratete Arbeitnehmer können den Antrag stellen, wenn die hiernach zu berücksichtigenden Aufwendungen bzw. die abziehbaren Beträge beider Ehegatten zusammen mehr als 600 Euro betragen.

Für die Bildung des Freibetrags bei Steuerklasse VI, der Pauschbeträge für behinderte Menschen und Hinterbliebene, der Freibeträge für Kinder in Sonderfällen sowie des Freibetrags für haushaltsnahe Beschäftigungen/Dienstleistungen/Handwerkerleistungen oder wegen negativer Einkünfte aus anderen Einkunftsarten gilt die Antragsgrenze nicht.

Wer einen Freibetrag als ELStAM bilden lässt, ist verpflichtet, nach Ablauf des Kalenderjahres unaufgefordert eine Steuererklärung abzugeben, wenn die Arbeitslohngrenzen von 10.200 Euro bei der Einzelveranlagung oder von 19.400 Euro bei der Zusammenveranlagung überschritten werden. Ausgenommen sind die Fälle, in denen lediglich der Pauschbetrag für behinderte Menschen, der Pauschbetrag für Hinterbliebene oder der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende in Sonderfällen als ELStAM gebildet oder die Zahl der Kinderfreibeträge geändert worden ist.

Geschichtliche Entwicklung bis zur Lohnsteuer 2014

Die Anfänge der Besteuerung des Arbeitslohnes sind in den alten Kopfsteuern zu suchen, mit denen in Deutschland vom ausgehenden Mittelalter an hauptsächlich die vermögenslosen Personen erfasst werden sollten, die nur ihre Arbeitskraft besaßen. Ähnlich wurden die kirchlichen Personalzehnten nach dem bemessen, was durch menschlichen Fleiß erworben war. In Württemberg z.B. verlief die Entwicklung so, dass nach der Schatzungsordnung von 1470 zunächst fixe Kopfbeträge erhoben, 1694 die Lohnbezieher nach Rangklassen unterschiedlich eingestuft, dann 1708 in Ansätzen und 1764 von allen „Besoldungs-Participanten“ die Steuer bereits in Abzugsverfahren erhoben wurde.

Die in Ostpreußen von 1808 bis 1811 eingeführte erste deutsche Einkommensteuer sah für Besoldungen ebenfalls den Steuerabzug an der Quelle vor. Die weitere Besteuerung des Arbeitslohnes erfolgte in Preußen im Rahmen der Klassensteuer von 1820, in Bayern durch die Familiensteuer von 1814 und die Arbeitsertragsteuer von 1856, in Württemberg durch die Dienst- und Berufseinkommensteuer von 1852 und ging um die Jahrhundertwende in die modernen Einkommensteuern (zunächst ohne das Abzugsverfahren) ein.

Durch das Reichseinkommensteuergesetz von 1920 wurde erstmals reichseinheitlich und für sämtliche Bezüge aus Arbeit der Steuerabzug durch den Arbeitgeber eingeführt; bis 1924 hatte der Arbeitgeber Steuer-Quittungsmarken in die Steuerkarte des Arbeitnehmers einzukleben und zu entwerten. Die Reform der Einkommensteuer von 1925 brachte die besondere Art der „Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit“ und mit dem Wegfall des Markenklebens die heutige Form des Elektronische Lohnsteuerkarten und Abzugsverfahrens.

Die diesbezügliche Rechtsmaterie wurde 1934 in einer „Lohnsteuer-Durchführungsverordnung“ zusammengefasst und 1937 durch die „Lohnsteuer-Richtlinien“ der Finanzverwaltung als Auslegungsmaterial ergänzt. Eine wichtige Neuerung war die Einführung des Lohnsteuer-Jahresausgleichs im Jahre 1948. Mit Wirkung ab 1975 sind die wesentlichsten Verfahrensvorschriften aus der Lohnsteuer-Durchführungsverordnung unmittelbar in das Einkommensteuergesetz übernommen worden.

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